Strahlverfahren beim Sandstrahlen
Es gibt drei verschiedene Grundarten des abrasiven Strahlens, umgangssprachlich Sandstrahlen genannt. Jedes dieser Strahlverfahren bzw. Techniken zur Oberflächenbearbeitung dient einem bestimmten Einsatzzweck:
Strahlen nach dem Saugprinzip: Das Saugstrahlen, auch Injektorstrahlen genannt, nutzt die Druckluft, um einen Unterdruck in der Sandstrahlpistole zu erzeugen, durch den das Strahlmittel aus dem jeweiligen Behälter angesogen wird und in der Strahldüse mit der Druckluft einen abrasiven Luftstrahl bildet. Dieses Strahlverfahren benötigt nur ein einfaches Setup und verbraucht relativ wenig Luft (siehe auch den Beitrag zu Druckluftversorgung und Druckluftbedarf).
Anwendungsgebiete für das Saugstrahlen sind z.B. leichte Reinigungsarbeiten, Mattieren von Glas, Reinigung von dünnen Materialien und Entfernung von Farbresten oder leichten Verschmutzungen.
Strahlen nach dem Druckstrahlverfahren: Das Druckstrahlverfahren ist die erste Wahl für große Leistung und ist besonders für große Flächen und schwer zu bearbeitende Konstruktionen und Werkstücke geeignet. Hinsichtlich dieses Strahlverfahrens gilt das Prinzip der Schwerkraft, bei der im Druckstrahlkessel und im Strahlschlauch / Dosierventil der gleiche Druck herrscht und das Strahlgut somit in den Luftstrom mittels Schwerkraft einrieseln kann. Diese Strahltechnik benötigt mehr Luft als das Saugprinzip. Dadurch ist das Druckstrahlen aber auch entsprechend leistungsfähiger als andere Verfahren.
Strahlen nach dem Vakuumprinzip: Bei diesem Strahlverfahren handelt es sich im Wesentlichen nicht um ein weiteres Prinzip, es beschreibt vielmehr die Möglichkeit des staubfreien Strahlens und ist sowohl mit dem Saugprinzip als auch dem Druckstrahlverfahren möglich. Das Vakuumprinzip ist ein geschlossener Kreislauf, bei dem das Strahlmittel und der entstandene Staub an der Oberfläche sofort wieder eingesaugt werden. Clemco hat hierzu eine eigene Produktgruppe mit verschiedenen Geräten für verschiedene Anforderungen im Programm. Weitere Informationen zum Staubfrei- Strahlen erhalten Sie hier.
Neben dem Vakuumprinzip ist ein Staubfreies Strahlen auch mit der Zugabe von Wasser in den Luftstrom möglich. Hierbei wird der entstandene Staub durch das Wasser gebunden und gelangt nicht in die Luft.
Strahlverfahren: weiterführende Informationen
Bei allen Strahlverfahren gibt es hinsichtlich der Durchführung wichtige Aspekte zu beachten. So ist es wichtig, die nötigen Voraussetzungen für Strahlarbeiten zu erfüllen, von der Leistung des Kompressors bis zur Verwendung eines geeigneten Strahlmittels. Achten Sie darüber hinaus stehts auf die Sicherheit. Spezielle Strahlanlagen bzw. Strahlkabinen bieten dem Anwender allumfänglichen Schutz.
Wenn Sie weitere Informationen benötigen oder auf der Suche nach geeignetem Equipment zur Nutzung der verschiedenen Strahlverfahren sind, dann kontaktieren Sie uns gerne jederzeit. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir das für Sie perfekte Setup.

